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Gesellschafts- und kirchenpolitische Meilensteine der kfd, 1928 bis heute

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90 Jahre kfd-Bundesverband 2018

Gegründet nach dem Ersten Weltkrieg, später aufgelöst durch die Nationalsozialisten, hat sich der kfd-Bundesverband gegen alle Widerstände durch die Jahrzehnte durchgesetzt. Von der Zulassung Geschieden-Wiederverheirateter zu den Sakramenten bis hin zur Mütterrente - der Verband hat viel erlebt in diesen 90 Jahren!
Jubiläen sind ein schöner Anlass, um zurückzuschauen, sich zu besinnen, zu danken und um in die Zukunft zu blicken.

Die Feier des 90-jährigen Jubiläums begeht der kfd-Bundesverband am Samstag, 6. Oktober 2018, mit einem großen FrauenFestMahl in Düsseldorf.

Anmeldungen erfolgen über die Diözesanverbände.. Eingeladen sind kfd-Frauen aller verbandlichen Ebenen.

Ein Blick in die Geschichte

Die Anfänge der heutigen kfd reichen zurück bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts. Damals entstanden in Frankreich Gebetsgemeinschaften christlicher Mütter.

Ab 1856 wurden christliche Müttervereine in Deutschland heimisch.
Deren Verbreitung förderte der Mainzer Bischof Emanuel von Ketteler. Dabei unterstützte ihn Ida Gräfin Hahn-Hahn, eine aus Mecklenburg stammende Adelige.

1871 wurde die Ägidienkirche in Regensburg zum Mittelpunkt aller Müttervereine im gesamten deutschen Sprachgebiet erhoben. In das im Zentralarchiv der Diözese Regensburg aufbewahrte Vereinsregister sind für die damalige Zeit mehr als 7000 Vereine aus 72 Diözesen eingetragen.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts vollzog sich ein tief greifender Wandel im Rollenverständnis von Frauen, worauf die Kirche mit einer Intensivierung der Frauenseelsorge und -bildungsarbeit reagierte. In deren Folge entstanden in den Pfarrgemeinden Jungfrauen- und Müttervereine.

1915 schlossen sich pfarrliche Müttervereine im Erzbistum Paderborn zum ersten Diözesanverband der Müttervereine zusammen. 1916 folgte die Gründung des Diözesanverbandes Münster und 1918 des Diözesanverbandes Köln. Diese drei bildeten bereits 1918 eine Arbeitsgemeinschaft, aus der - nach Gründung weiterer Diözesanverbände - 1928 der Zentralverband der katholischen Müttervereine hervorging. Sitz war das "Bundeshaus" in Düsseldorf, das schon 1926 als Verbandszentrale für die Jungfrauen- und Müttervereine erworben wurde.

1939 lösten die Nationalsozialisten den Verband auf, Haus und Vermögen wurden beschlagnahmt. Elemente der Verbandsarbeit konnten unter dem Dach der bischöflichen Ordinariate als kirchliche Frauenarbeit aufrecht erhalten werden.

1951 erfolgte die Wiedergründung des Verbandes unter dem Namen Zentralverband der katholischen Frauen- und Müttergemeinschaften. 1954 wurde die Verbandszentrale in Düsseldorf wieder eingeweiht.
1968 verabschiedete der Verband eine neue Satzung und mit ihr den Namen Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd).

1978 wurden aus Anlass des 50-jährigen Verbandsjubiläums die Mitglieder befragt, wie der Weg der kfd in die Zukunft aussehen sollte. Über die Ergebnisse beriet die dazu eingerichtete Delegiertenversammlung, die anschließend in der Satzung verankert wurde und der die Beschlussfassung über programmatische Aussagen vorbehalten ist. Verabschiedet wurde das 
"Orientierungs- und Arbeitsprogramm 1979". 1986 folgte eine weitere Mitgliederbefragung, die Auskunft darüber geben sollte, ob die Programmaussagen von 1979 noch stimmen. Die zweite Delegiertenversammlung fasste die Ergebnisse als "Impulse '87" zum Orientierungs- und Arbeitsprogramm 1979 zusammen.

1993 beschloss die dritte Delegiertenversammlung 
"Akzente '93" zu den vorherigen Programmen, die aus Arbeitsschwerpunkten der Diözesanverbände entstanden.

1999 wurde die vierte Delegiertenversammlung einberufen, die auf der Grundlage der vorher entwickelten Profileigenschaften der kfd die 
"Leitlinien '99" verabschiedete. Zwei der darin enthaltenen Forderungen nahm
eine außerordentliche Delegiertenversammlung 2000 aus dem Text heraus.

2008 beschloss die fünfte Delegiertenversammlung ein Leitbild. Die zehn Kernsätze stehen unter dem Titel
“kfd -leidenschaftlich glauben und leben”.

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